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Dr. med. H. Egbring
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FSME- Zecken- Impfung

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Impfungen

FSME Frühsommermeningoenzephalitis

Das FSME-Virus wird in Zentraleuropa, aber auch in Polen und häufig in den baltischen Ländern von Zecken der Spezies Ixodes ricinus übertragen. Insbesondere der Norden Russlands und der Osten Lettlands sind durch Ixodes Persulcatus mit FSME verseucht. In den letzten Jahren stieg die Erkrankungshäufigkeit in vielen Regionen an.
Manche Naturherde verschwinden aus unerklärlichen Gründen nahezu, während andere in neuen Gebieten auftauchen.
Die Frühsommermeningoenzephalitis zeigt typischerweise einen biphasischen Verlauf mit einer eher unspezifischen Vorerkrankung mit Symptomen mit Müdigkeit, Fieber, Kreuz- und Gliederschmerzen und gelegentlich Übelkeit, die häufig als Sommergrippe fehlgedeutet wird. Nach einem fieberfreichen Intervall kommt es zur zweiten Phase der Erkrankung, die sich bei etwa einem Drittel der Erkrankten manifestiert und durch neurologische Krankheitsbilder, die eine Meningitis serosa, Meningoenzephalitis, Meningo- Enzephalomyelitis oder Meningoradikulitis eingeteilt werden, gekennzeichnet ist.
Die schweren Verlaufsformen können mit Symptomen wie hohes Fieber, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen, Funktionsstörungen von Kleinhirn und Hirnstamm, motorischen Symptomen und epileptischen Anfällen einhergehen. Neue Langzeituntersuchungen zeigen, dass fast jeder zweite Erkrankte unter permanenten Dauerschäden leidet. Besonders häufig sind Wahrnehmungsstörungen oder neuropsychiatrische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Hörschäden und Spinalparalyse (Lähmungen). Mit der Schwere
der Erkrankung im Akutstadium korreliert auf Dauer ein neurasthenisches Syndrom mit Leistungsminderung und Ermüdbarkeit. Kinder, die sich oft relativ gut erholen, haben dennoch jahrelange Lernschwierigkeiten.
Die WHO empfiehlt die FSME-Impfung für sogenannnte `high-risk individuals`(Touristen, die im Freien wandern oder lagern). Für fast alle Urlauber im Osten bringt die Impfung eine wesentliche Sicherheit, denn Touristen exponieren sich im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung in besonderem Maße:
Gefährlich sind Spaziergänge und Wanderungen in der unberührten Natur. Im hohen Gras, am Waldrand und gleich neben den Wegen lauern besonders viele Zecken.
Bei Radfahrern, Läufern, Golfern und Reitern genügt der Zecke eine Zehntelsekunde Kontaktzeit zum Andocken.
Picknicks, Grillen und Campen locken Zecken an; Sex im Freien ist riskant.
Gefährdet sind auch Familien mit Kindern, weil diese besonders häufig im Gras und in den Büschen herumtollen.
Aber auch Pilze und Beeren sammeln sind Tätigkeiten mit erheblichem Risiko.
Touristen kleiden sich oft zeckenfreundlich, tragen oft kurze Hosen, ärmellose Hemden und luftige Sandalen.
Selbst Städte-Touristen können Gefahr in den zunehmend naturbelassenen Parks nicht vermeiden. Der Stadtpark in Riga z.B. ist voller Zecken.
Mit einer geröteten und schmerzenden Impfstelle und eventuell Fieber muss in den ersten Tagen nach einer Impfung immer gerechnet werden. Das gehört zur normalen Reaktion des Körpers auf eine Impfung hin. Wirklich schwere Folgen von Impfungen sind jedoch extrem selten. Bei 30 Millionen Impfungen in Deutschland wurden 2001 im Paul-Ehrlich-Institut nur 236 Verdachtsfälle auf Impfkomplikationen bekannt.
Der Totimpfstoff wird am 1., 21.Tag, dann nach 9-12-Monaten zum dritten Mal verabreicht. Eine Wirkung hält dann für drei Jahre an. Die Kosten des Wirkstoffes werden von der Krankenkasse übernommen. Ein entsprechendes Präparat ist in der Praxis vorrätig.
Eine Impfberatung muss als Individuelle Gesundheitsleistung in Höhe von 8,74 EUR
in Rechnung gestellt werden.

Dr. med. H. Egbring · Rothenburg 49 · 48143 Münster · Tel.: 0251 / 47517 · Fax: 0251 / 47518 · E-Mail: egbring@telemed.de

 

 
 
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