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Pulswellenanalyse

Ab Juli 2015 verfügen wir über einen sog. Vascular-Explorer, der uns untenstehende Untersuchungen ermöglicht.

Die Ausbreitung der durch das Herz generierten Pulswelle, Pulswellengeschwindigkeit (pulse wave velocity - PWV) bezeichnet man die durch die Kontraktion des Herzens erzeugte Druckwelle, die sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit (normal 6 - 12 m/s) durch den arteriellen Gefäßbaum bewegt.

Die Pulswellengeschwindigkeit ist keine unendliche, sondern eine definierte Geschwindigkeit, die noch dazu in den einzelnen Gefäßabschnitten unterschiedlich groß ist.
Der Grund dafür liegt

  • in der von zentral nach peripher zunehmenden Steifigkeit der Arterien
  • sowie dem abnehmenden Gefäßradius
  • sowie dem Ausmaß der Pulswellenreflexion aus der Peripherie

Dass die Pulswelle an verschiedenen Stellen in ihrem Verlauf durch den arteriellen Gefäßbaum reflektiert und zum Herzen zurückgeworfen wird, ist von entscheidender Bedeutung.

Bei jungen gesunden Menschen fällt diese reflektierte Pulswelle in die Diastole (zweiter niedriger Wert des Blutdrucks) des Herzzyklus ein und erhöht dadurch den aortalen diastolischen Blutdruck.
Mit zunehmender Geschwindigkeit erreicht die reflektierte Pulswelle das Herz bereits in der Systole desselben Herzzyklus und erhöht damit den systolischen (ersten höheren Wert des Blutdrucks) Blutdruck.
Somit nimmt mit zunehmender Gefäßsteifigkeit die Geschwindigkeit der Pulswelle zu, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt. Die Erhöhung des arteriellen Blutdrucks durch die reflektierte Pulswelle wird als Augmentation bezeichnet. So nennt man den durch die reflektierte Welle verursachten Druckanstieg Augmentationsdruck (AugP) und der Anteil dieses AugP am Pulsdruck ist der Augmentations-Index (AIx).

Der Augmentations-Index ist ein quantitatives Maß zur Bestimmung der prozentualen Erhöhung des arteriellen Blutdrucks durch die reflektierte Pulswelle. Daraus resultieren Informationen sowohl über die Steifigkeit der Aorta (Arterosklerose), vor allem jedoch über den peripheren Gefäßtonus (Endothelfunktion)

Die Messung der Gefäßelastizität ist schmerzlos.
Die Pulswellenanalyse dient der Messung der Gefäßwandsteifigkeit. Aus der Pulswellenanalyse lassen sich Veränderungen der Arerienwand im Sinne eines Vorstadiums einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) erkennen. Eine Abnahme der Gefäßelastizität als Vorläufer der Arteriosklerose lässt sich bereits zu einem Zeitpunkt erkennen, wenn noch keine manifeste Grunderkrankung vorliegt und eignet sich daher gut um das zukünftige Risiko einer Arteriosklerose abzuschätzen.

Bei erhöhten Werten würde die Vorsorge  u.a. darin bestehen, einen erhöhten Blutdruck zu vermeiden.

Therapeutisch kommen ACE-Hemmer oder AT-1-Antagonisten in Frage

 
 
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