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Zentraler aortaler Blutdruck

 

Und auch diese Untersuchung ist ab Juli 2015 mit unserem neuen sog. Vascular Explorer möglich.

Die Pulswellengeschwindigkeit in der Aorta (Hauptschlagader) ist ein direktes Maß für die Arterielle Gefäßsteifigkeit und spiegelt klinisch bedeutsame pathophysiologische (krankhafte) Veränderungen wider.

Während der arterielle Mitteldruck und der diastolische Blutdruck (DBP) in

  • zentralen und
  • peripheren Arterien

bemerkenswert konstant sind, führen physiologisch (normal)

  • die Zunahme der Steifigkeit von zenral nach peripher
  • die Abnahme des Gefäßradius
  • und die Überlagerung mit den Pulswellenreflexionen

zu einer Zunahme des systolischen Blutdrucks (SBP) und des Pulsdrucks (Pulse pressure = PP) von der Aorta bis in die großen  Arm- und Beinarterien. Dieses Phänomen wird Pulsdruckamplifikation genannt.

SBP und PP unterscheiden sich somit deutlich zwischen Aorta (Hauptschlagader und der Peripherie, wobei der zentral-aortale Blutdruck, und nicht der am Oberarm gemessene, derjenige ist, der an

  • Herz
    • vermehrte Nachlast
    • Linksherzhypertrophie (etwa: unausgewogen zu kräftiges Herz)
    • Ischämie (Durchblutungsstörung des Herzmuskels)
    • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • ZNS
    • Störung der Mikrozirkulation
    • subkortikale Enzephalopathie
    • Demenz
    • Insult (Schlaganfall)
  • und Nieren wirksam ist.
    • Niereninsuffizienz (Leistungsschwäche der Nieren) mit verminderter Filtrationsleistung
    • Albuminurie (Eiweißverlust)
  1. Der systolische Blutdruck (SBP) determiniert die kardiale Nachlast
  2. Der diastolische Blutdruck (DBP) ist für die koronare Perfusion (Durchblutung der Herzkranzgefäße) relevant.
  3. Der Pulsdruck (PP) in der Aorta ist der Schlüsselparameter für
    • die physiologischen (Alter)
    • und pathologisch akzelerierten (Hypertonie, Diabetes, Arteriosklerose) degenerativen Veränderungen der großen Arterien
    Muskuläre Arterien (z.B. Armarterien) sind davon weniger betroffen.Deswegen ist die Blutdruckmessung am Arm nicht so aussagekräftig wie die Messung des zentralen Druckes oder auch aortalen Druckes.
    Was vor einiger Zeit nur mit Kathetermessung möglich war, ist neuerdings durch intelligente Messtechnik einfach nachweisbar.
    Auf diesem Wege wird der zu hohe Druck zum Gehirn (Schlaganfall, Demenz etc.), zum Herzen (Herzinfarkt, Herzschwäche etc.) und zu den Nieren (Bluthochdruck) erkannt zu einem Zeitpunkt, wo der Patient noch nichts spürt.

 
 
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